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Ein Blick in die Geschichte

 

Gründung

1870 Am 19. März gründen junge Leute im Gasthaus "Lamm" die Turngemeinde Gingen. Als Leitmotiv legen sie fest:

Pflege und Förderung des Turnens im Sinne Jahns unter steter Bewahrung von Ordnung und Sittlichkeit, Berufstreue und Brudersinn.

Am 24. April wird die erste Hauptversammlung abgehalten und von der Gemeinde ein Turnplatz an der heutigen Lindenstraße gepachtet.

1873 Änderung des Namens in TURNERBUND und Weihe der ersten Fahne am 6.Juli.

1874 Erstes Gauturnfest in Gingen mit Teilnehmern aus Altenstadt, Donzdorf, Eislingen, Geislingen, Göppingen, Heubach,  Kuchen, Straßdorf und Waldstetten.

 

Die Ära Michael Bausch

1875 Michael Bausch übernimmt das Amt des 1.Vorstandes. Erste Weihnachtsfeier im "Lamm".

1884 Gauturnfest des Hohenstaufenlandgaues in Gingen. 52 Wettkämpfer nahmen daran teil. Michael Bausch wird stellvertr. Gauvorsitzender und kurz darauf 1. Vorsitzender des Hohenstaufenlandgaues.

1887 Angebot der Turnstunden wird erweitert.

1888 Mitglieder, welche 15 Jahre lang ununterbrochen dem TB angehören, das 40. Lebensjahr "zurückgelegt" und dem Verein Dienste geleistet haben, können zu Ehrenmitgliedern ernannt werden.

Schon früh erkannt: "Wir brauchen eine rechte Turnhalle"

1891 Am 7. Februar wird der Beschluss gefasst, an Stelle einer behelfsmäßigen Hütte gleich eine "rechte Turnhalle" zu bauen, die bis zum 25-jährigen Jubiläum fertig sein sollte.

1892 Drittes Gauturnfest in Gingen, weil der TB auf Grund seiner Leistungen und seiner hohen Mitgliederzahl zur Ausrichtung in der Lage ist.

1897 Der Verein bittet die Gemeinde um einen Platz zur Erstellung einer Halle mit den Ausmaßen von 20 m x 10 m. Innerhalb kurzer Zeit waren 1843,12 Mark gesammelt, ein wahrlich hoher Betrag für jene Zeit. "Der Anfang ist gut. Wir hoffen, das Angefangene vollenden zu können."

1898 Beim Jubelkampf in Donzdorf war Joh. Hofmann der Beste unter 82 Teilnehmern. Erstmals seit Bestehen des TB bringt damit eines seiner Mitglieder einen ersten Preis nach Hause.

 

Das Ziel ist erreicht

1901 Der Güterschuppen vom Bahnhof Süßen steht zum Verkauf. Der Turnrat beschließt am 7. Sept., den Kauf tätigen zu lassen - Preis: 3510 Mark.

1902 33 "Tierbesitzer" mit ihren Fahrzeugen bringen den Güterschuppen nach Gingen. Am 31. Mai und 1. Juni feiert der Turnerbund ein Doppelfest: Einweihung der Turnhalle und Übernahme der zweiten Vereins-Fahne. In allen Reden wird betont, dass die Erstellung der Halle eine Notwendigkeit war und das Ziel nur durch die große Opferbereitschaft der Bürger und die Großzügigkeit der Gemeinde, die den Platz kostenlos zur Verfügung stellte, verwirklicht werden konnte. Gesamtkosten 7389,47 Mark. Die noch zu tilgenden Schulden beliefen sich auf 3000 Mark. Mit der Gemeinde wird ein Vertrag über die Mitbenützung der Halle durch die Schule geschlossen.

1903 Der Gauturntag stellt fest, dass es im Kreis nun drei Turnhallen gibt: Altenstadt, Heiningen und Gingen

1904 Das Gasthaus zur "Sonne" wird neues Vereinslokal, weil das "Lamm" für die nun 150 Mitglieder zu klein ist.

 

Erfolge, Erfolge, Erfolge.....

1907 zum vierten Mal findet in Gingen ein Gauturnfest statt. Der TB ist auf einer beachtlichen Höhe angelangt: Joh.Hofmann zählt seit Jahren zu den besten Einzelturnern des Turnkreises Schwaben am Barren und Reck. Neben ihm stehen mit Wilhelm Elser, Jakob Kazenwadel, Fritz Koch, Lukas Marchtaler, Karl Gnamm, Lukas Schurr, Karl Eisele, Wilhelm Hommel und Matthäus Frey Könner besonderer Qualität. Kein Fest, bei dem sie nicht auftreten, Kränze sind ihnen immer sicher. Diese Männer trugen den Turnerbund. Er bedeutete ihnen alles, ihm opferten sie ihre Zeit und ihre Kraft. Es war ihr Turnerbund! Sie standen dem TB auf allen Gebieten zur Verfügung, sei es als Wettkämpfer, als Turnwarte, als Sänger oder als Theaterspieler. "Gesegnet der Verein, der solche Männer in seinen Reihen hat." Die Sängerriege hat 42 Mitglieder.

1909 Gauturnfest auf dem Reußenstein und Kreisturnfest in Heilbronn mit hervorragenden Ergebnissen für die Teilnehmer des TB. "Ganz Gingen war unterwegs, als der Turnerbund und der Liederkranz die Sieger abholten und mit Lampions geleiteten

1910 Wieder ein Doppelfest: 40-jähriges Jubiläum und Zöglingsfahnenweihe. Der Verein zählt 13 Ehren-, 140 Mitglieder und 40 Zöglinge. Am 25. September wird auf Initiative von Wilhelm Hommel die Damenriege gegründet.

1913 Einweihung und Übernahme des Spielplatzes im Tanneneck mit Spielen und Stabübungen. Das Turnen mit Schülern wird eingeführt. Erster Schülerturnwart ist Wilhelm Hommel.

 

Vor und während des Ersten Weltkrieges

1914 Gauturnfest in Eybach, aber schwere Gewitterwolken brauen sich über dem deutschen Volk zusammen, die sich jederzeit entladen können. Die meisten Mitglieder werden sofort bei Kriegsausbruch zu den Fahnen gerufen. Trotz allem ruht aber der Turnbetrieb nicht. 1915 findet sogar ein Gaujugendturntag auf dem Spielplatz "Tanneneck" statt. Der Turnerbund unterstützt seine ausmarschierten Mitglieder mit Sendungen an die Front. Groß ist die Zahl derer, die draußen im Feld oder daheim im Lazarett ihr Leben lassen müssen. Von den Eingerückten sterben 36 den Heldentod.

 

Nach den Schrecken des Krieges

1919 Begrüßungsfeier für die Heimgekehrten. Wiederbeginn des Turnbetriebs. Die Sängerriege tritt wieder in Aktion. Nach der gut besuchten Weihnachtsfeier wird festgestellt: "Es ist wieder ein Anfang gemacht!"

1920 Große Erfolge beim Gauspieltag auf dem Messelberg, dem Gauturnfest in Überkingen und beim Bezirksturnfest in Ulm. Am 14. und 15. August: 50-jähriges Jubiläum unter Mitwirkung der besonders aktiven Damenriege (verantwortlich Wilhelm Hommel) und mit der Feststellung: "Der Geist der alten Turner ist wieder da!"

1921 Enthüllung der Ehrentafel für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges durch Pfarrer Baßler. Die Turnhalle wird umgebaut.

1922 Gauturnfest in Heiningen mit großen Erfolgen für die Damenriege des TB. 1. Platz für Wilhelm Nagel. Gauspieltag auf dem Spielplatz Tanneneck.

1923 Gauturnfest in Süßen, mit mehreren ersten Plätzen für den Turnerbund (Erich Hofmann und die Damenriege).

1926 Gauturnfest zum fünften Mal in Gingen. Der Turnerbund hat nun 31 Ehrenmitglieder, 194 Mitglieder, 17 Turnerinnen, 18 Zöglinge und 30 Schüler und Schülerinnen.

1928 Deutsches Turnfest in Köln, wobei 5 der 6 vom Turnerbund entsandten Teilnehmer einen Preis erringen. Mit Emma Koch erringt zum ersten Mal eine weibliche  Teilnehmerin des TB einen Turnfestsieg.

1929 Am 22. Juni wird Turnvater Michael Bausch die letzte Ehre erwiesen.

1930 60-jähriges Jubiläum mit einem volkstümlichen Fünfkampf, an dem sich 589 Wettkämpfer beteiligen.

 

Gründung der Handballabteilung

Gedächtnistafel an der Turnhalle für Turnvater Michael Bausch wird enthüllt.

Turnvater Bausch, wie er im Turnerbund liebe- und achtungsvoll genannt wurde, war beim TB 24 Jahre 1.Vorstand und dann Ehrenvorstand. 35 Jahre war er Vorsitzender des Hohenstaufenlandgaues. Besondere Ehrungen waren die Ernennung zum Ehrenmitglied im Schwäb.Turnerbund und die Verleihung des Ehrenbriefes der Deutschen Turnerschaft. Allgemeiner Wunsch der damaligen Mitglieder: "Möge die Jugend dem Vorbild von Michael Bausch nacheifern."

1932 Auf Initiative von Oberturnwart Wilhelm Hommel erfolgt die Gründung einer Gymnastik-Abteilung für ältere Turner.

1933 Deutsches Turnfest in Stuttgart. Neben zahlreichen Einzelsiegern erhalten die Vereinsriegen der Turnerinnen und Turner je einen Vereinskranz. Emma Koch wird erneut Turnfestsiegerin. Der Platz am Tanneneck wird eingeebnet.

1934 Die Skiabteilung des Vereins errichtet eine Sprungschanze.

1935 Der Turnerbund hat nun 57 Ehrenmitglieder, 247 Mitglieder, 22 Zöglinge. 12 Schüler und 10 Schülerinnen. Die Artistengruppe Messerer erhält großes Lob für ihre Leistungen. Am 26. September findet die Gründungsfeier der Ringerabteilung statt (Gründer: Georg Messerer und Karl Schurr).

1938 Deutsches Turn- und Sportfest in Breslau mit drei Teilnehmern vom Turnerbund. Georg Messerer wird 3.Sieger im Rasenkraftsport-Dreikampf und 4.Sieger im  Hammerwerfen. Wilhelm Nagel 39.Sieger im Geräte-Zwölfkampf.

1939 Gauturnfest (heute Landesturnfest) in Ludwigsburg. Die Vereinsriege (Akrobaten und Pyramiden) erringt einen 1.Platz. Als einziger Verein aus dem Kreis Göppingen Teilnehmer bei den Sondervorführungen vor dem Reichssportführer.

1940 Die Handballer haben durch den Krieg nicht mehr genügend Stammspieler. Mit ein paar A-Jugendlichen nimmt man noch an den Spielen um den Hohenstaufenpokal teil. Nachdem weitere Spieler einberufen werden, spielt nur noch eine Jugendmannschaft weiter. Beim Ringen finden bis Ende 1940 noch Mannschaftskämpfe statt. Danach nur noch Teilnahme an Turnieren und Meisterschaften. Sehr erfolgreiche Nachwuchsringer erreichen bei den württembergischen Jugendmeisterschaften Spitzenplätze. (Hans Hagmann, Alfred Klob und Helmut Stein). Am 6.12.1940 muss Vorstand Erwin Greiner zum Militär. Hans Bicheler übernimmt die Vereinsleitung.

1941 Schorsch Messerer wird bei den württembergischen Meisterschaften im Rasenkraftsport 3-Kampf württ.Meister. Im Leichtgewichtsringen wird Helmut Stein württ.Vizemeister und bei den deutschen Jugendmeisterschaften Sechster. 89 Kameraden sind inzwischen an der Front.

1942 Die Hauptversammlung kann wegen "Mangel an Turnkameraden" nicht stattfinden. Die Meldungen über Gefallene und Vermisste häufen sich.

 

Wiederbeginn nach dem Kriege

1945 Erste Ausschußsitzung, zu der Vorstand Bicheler einlud. Albert Kühnle wird neuer Vorstand. Gründung einer "Ortssportgemeinschaft Gingen".

1946 Instandsetzung der Turnhalle. Bau des neuen Sportplatzes zwischen Fils und Lessingstraße in Zusammenarbeit mit der Gemeinde wird beschlossen. Beim Handball spielt zunächst nur eine Jugendmannschaft, die um die württ.Meisterschaft mitspielt. Nach und nach kommen verschiedene frühere Aktive und Jugendspieler aus dem Krieg und Gefangenschaft zurück. Im Juli wird wieder eine aktive Mannschaft auf die Beine gestellt und bald beteiligt man sich wieder an Freundschafts- und Punktspielen. Wiederbeginn auch bei den Ringern, die bald eine gute Mannschaft stellten. Auch beim Tischtennis rührte sich etwas und verschiedene gute Spieler sorgten hier für regen Betrieb.

1947 Gründung einer Fußball-Jugendabteilung. Neugründung einer Frauenmannschaft im Handball. Neuer Vorstand wird Rudolf Kaufmann.

1948 Erstmals wird eine Fußballmannschaft für Aktive aufgestellt.

1949 Dem Turnerbund gehören 58 Ehrenmitglieder und 283 Mitglieder an. Vorstand Bicheler wird zum Ehrenvorstand ernannt. Albert Kühnle ist wieder an der Spitze des Vereins.

1950 Ludwig Mayer bekommt den Auftrag, als technischer Leiter das 80-jährige Jubiläum vorzubereiten, das am 17. und 18. Juni in Verbindung mit den kreisoffenen Wettkämpfen durchgeführt wird, woran sich 350 Turnerinnen und Turner beteiligten. Schorsch Messerer kommt aus der Gefangenschaft zurück und beginnt wieder mit den Akrobaten (heute Kunstkraftsportler).

1952 Immer lauter werden die Rufe, namentlich der Handball- und Fußballabteilung, nach der Erstellung eines Vereinsheimes auf dem Sportplatz. Ein Bauausschuß wird gebildet.

1953 Heinz Herrmann wird neuer Vorstand des TB. Deutsches Turnfest in Hamburg, wobei Altersturner Wilhelm Nagel wieder zu den Siegern gehörte. Erstellung der ersten Scheinwerferanlage auf dem Sportplatz.

 

Bau des Vereinsheims

Albert Bader stellt einen Finanzierungsplan für das Vereinsheim auf und nachdem Heinz Sauer die Pläne fertig hat, erfolgt am 24. Oktober der erste Spatenstich durch Ehrenvorstand Bicheler.

1954 Am 14. und 15. August kann das Vereinsheim, das seine Verwirklichung zu großen Teilen der unermüdlichen Initiative von Albert Bader verdankte, eingeweiht werden. Der Turnerbund ist bei den Gaukindertreffen immer bei den Vereinen, die die meisten Teilnehmer stellen.

1956 Pachtvertrag mit der Gemeinde über den Sportplatz an der Fils auf 25 Jahre. Neugründung der Ringerabteilung. Die "4 Gingenellis" werden in Backnang bei den deutschen Meisterschaften Vierter. Wegen Wegzug von Gingen legt Heinz Herrmann sein Amt als Vorstand nieder.

1957 Ludwig Mayer wird neuer Vorstand.

1960 Ab Januar ist Engelbert Veit Vorstand des Turnerbundes. Am 25. und 26. Juni feiert der Turnerbund mit einem Festbankett und kreisoffenen Wettkämpfen sein 90-jähriges Bestehen.

 

Abbruch der Turnhalle / Bau der Hohensteinhalle

1962 Die Turnhalle entspricht nicht mehr den neuzeitlichen Ansprüchen, weshalb der Abbruch und der Verkauf des Geländes beschlossen wird. Zum Jahresende erfolgt der Abbruch und es beginnt eine turnhallenlose Zeit. Besonders durch die unermüdliche Initiative von BM Nagel nimmt der Bau einer neuen Halle immer mehr Gestalt an. Ein Förderverein wird gegründet, wobei vor allem Vorstand Veit und ein Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit sehr aktiv sind. Der Förderverein kann für die neue Halle einen beachtlichen Baustein beisteuern. Auch die Hälfte des Erlöses von der Turnhalle spendet der Turnerbund für die Halle.

1965 Am 13. November 1965 erfolgt schließlich im festlichen Rahmen die Einweihung der Hohensteinhalle. Sie bietet vor allem dem Turnerbund eine Erweiterung der sportlichen Angebote. Der Dank für die Berücksichtigung der sportlichen Belange gilt vor allem BM Nagel. Das Jedermannsturnen wird eingeführt und entwickelt sich zu einer sehr aktiven Abteilung.

 

Tolle Erfolge der Kunstkraftsportler

1959 Die "4 Gingenellis" werden dreimal hintereinander württ.Meister und 1961 in Coburg erstmals deutscher Vizemeister mit Georg Messerer, Siegfried Hofmann, Werner Kröner und Rudi Täubert.

1962 Georg Messerer beendet seine aktive Laufbahn.

1966 Württembergische Meisterschaften in der Hohensteinhalle. In der Besetzung Siegfried Hofmann, Werner Kröner, Rudi Täubert und Detlev Brehme werden die "4 Gingenellis" bis 1968 dreimal hintereinander deutscher Vizemeister.

1967 Der Nachwuchs "Die vier Gingener Jungs" macht es den Vorbildern nach und wird ebenfalls Deutscher Vizemeister bei den Jugendlichen. Die "Vier Gingener Jungs" : Siegmund Baur, Hartmut Bauer, Robert Hofmann, Jochen Zwicker .

1968 Deutsche Meisterschaften der Kunstkraftsportler in der Hohensteinhalle mit 53 Gruppen. Hervorragend organisiert von Georg Messerer. Großes Lob von allen Seiten.

 

Auch große Erfolge der Handballer

1961 Qualifikation für die württ.Hallenliga. Württembergischer Meister im Feldhandball und damit Aufstieg in die höchste Handballklasse, die südd. Oberliga.

1962 Im Hallenhandball wird Gingen, jeweils hinter dem deutschen Meister Frisch-Auf Göppingen, württembergischer und süddeutscher Vizemeister.

 

Viele Aktivitäten auch in den anderen Abteilungen

1964 Die Fußballer steigen wieder in die B-Klasse auf (entspricht der heutigen A-Klasse)

1967 Karl Frey gründet die Leichtathletikabteilung. Hier wachsen bald zahlreiche talentierte Nachwuchskräfte heran. Zeltlager auf Initiative von Erika und Kurt Bausch für die Schülerinnen und Schüler in Westerheim auf dem Campingplatz.

1969 Neue Flutlichtanlage auf dem Sportplatz kann eingeweiht werden.

1970 Der Turnerbund wird 100 Jahre alt Engelbert Veit organisiert mit verschiedenen Spitzenveranstaltungen ein tolles Jubiläumsprogramm. Am 26. April Württ. Kunstturnmeisterschaften der Schüler und Jugend in der Hohensteinhalle. Am 11. Juli Festabend in der Hohensteinhalle mit der Landesriege der Frauen beim STB, der Leistungsriege des Turngaues und dem deutschen Meister im Kunstrad-fahren. BM Nagel verleiht an Engelbert Veit, Albert Bader und Georg Messerer die Gemeindeehrenplakette. Am 12. Juli Gaukindertreffen in Gingen. 10. - 13. September 40 Jahre Handball in Gingen. Festabend und Hallenhandball mit deutschen Spitzenmannschaften.

 

Start für den Turnerbund in ein neues Jahrhundert

Dem Start in ein neues Jahrhundert der Vereinsgeschichte sieht man beim Turnerbund optimistisch entgegen. In allen Abteilungen herrscht reges sportliches Leben und Treiben. Man freut sich, dass immer wieder genügend Idealisten da sind, die sich mit Freude und Hingabe für ihre Abteilung und den Verein einsetzen und aufopfern, damit man nach wie vor den Mitgliedern und besonders dem Nachwuchs Gelegenheit bietet "ihren Sport" mit Freude und Spaß auszuüben. Mit dieser Einstellung kann man getrost auch weiterhin den Wahlspruch hochhalten: "Aber ein´s, aber ein´s das bleibt besteh´n, der Turnerbund Gingen wird nie untergeh´n!". An der Spitze des Vereins steht seit 1960 Engelbert Veit, seit 1959 ist Kurt Bausch Kassier und Wirtschaftsführer.

 

Die einzelnen Abteilungen:

Beim Frauenturnen ist seit eh und je mit "Leib und Seele" Gingens "Sportlerin Nr.1" Emma Koch verantwortlich. Das Mutter- und Kind-Turnen kommt gut an. Gertrud Hofmann leitet seit 1962 das Kinderturnen und das Geräteturnen der Mädchen. Erika Bausch ist seit 1965 Jugend- und Kinderturnwartin.

Oberturnwart ist seit 1970 Siegfried Hofmann und beim Bubenturnen steht seit 1968 Ulrich Veit an der Spitze. In der Leichtathletik von Karl Frey (seit 1967) wachsen hoffnungsvolle und talentierte Nachwuchskräfte heran.

Bei den "Akrobaten", Gingens langjähriges "Aushängeschild", bemüht sich Richard Zwicker den vorhandenen Nachwuchs für spätere größere Aufgaben zu schulen, wobei man hofft, dass der gute Ruf Gingens als Akrobatenhochburg erhalten bleibt.

Seit 1965 hält Helmut Stein mit gutem Erfolg die Jedermannsturner in Schwung. Eine nach wie vor sehr aktive Abteilung ist die Handballabteilung, wenn man auch nur noch im Feld und in der Halle in der Bezirksklasse spielt. Der Aufstieg in die württ. Hallenliga wurde leider knapp verpaßt. Guter Nachwuchs ist in der A-, B-, C- und D-Jugend vorhanden und sehr stark ist die "AH". Neben den Pflichtspielen sind Turniere, Skifreizeiten etc. an der Tagesordnung. Abteilungsleiter ist seit 1967 Helmut Hagmann.

Auch bei der Fußballabteilung rührt sich einiges. Die 1. Mannschaft hält sich seit Jahren in der Spitzengruppe der B-Klasse und im Jugendbereich jagen in vier Jugendmannschaften die jungen Kicker dem runden Leder nach. Auch hier ist die "AH" eine starke Truppe. Turniere und Geselligkeit runden den Spielbetrieb ab. Abteilungsleiter ist seit 1965 Manfred Schurr.

 

Weitere Erfolge und Ereignisse

1971 Gerd Frey wird württ.Jugendmeister im Kugelstoßen.

1972 Hans Allmendinger wird neuer Vorstand und Engelbert Veit wird zum Ehrenvorstand mit Sitz und Stimme im Turnrat ernannt. Die Handballer steigen in der Halle in die Landesliga auf. Im April wird der Gründer der Leichtathletikabteilung Karl Frey zu Grabe getragen. Im Juni wird Ina Bausch im Geräteturnen der Jugend Gaumeisterin und Sieglinde Stein wird bei den Leichtathletik-Kreismeisterschaften der B-Jugend dreifache Kreismeisterin (Kugelstoßen, Speerwurf und Diskuswerfen).

1973 Die Handballer schaffen in der Halle den Aufstieg in die höchste württ.Klasse - die Oberliga. 12.-17. Juni Deutsches Turnfest in Stuttgart. Vom TB nehmen 18 Wettkämpfer mit teilweise sehr guten Leistungen und 4 Kampfrichter teil. Am 22. und 23. September Landesturnfest der Turnerinnen und Turner im Schwäbischen Turnerbund in Gingen mit rund 700 Teilnehmern. Fritz Frey im LA-4-Kampf erreicht den 2.Platz und Emma Täubert wird Dritte im Wahl-Vierkampf.

1974 6.-9.Juni Landesturnfest in Biberach. 27 Teilnehmer vom Turnerbund.

1975 Schwabenbergfest auf der Wanne. Fritz Frey erringt zum siebtenmal in ununterbrochener Reihenfolge den 3. Platz.

1976 Bedauerlicherweise löst sich die Kunstkraftsportabteilung wegen Nachwuchsmangel auf. April: Schülermannschaftskämpfe im Geräteturnen des Turngaues Staufen. Überraschend werden unsere Mädchen in den Leistungsklassen V und VI jeweils 1.Sieger vor den favorisierten Mannschaften des TVA und der TG Geislingen. Im Juni Kreismeisterschaften der Leichtathleten in Göppingen. Rina Täubert wird mit guten 5,45 m Erste im Weitsprung und im Hochsprung mit 1,55 m Zweite. Hartmut Stein holte im Speerwerfen der A-Jugend mit 46,16 m den Kreismeistertitel. Bei den Bezirksmeisterschaften wird er mit hervorragenden 48,77 m Dritter und qualifiziert sich damit für die württ. Meisterschaften. Auf Initiative von Erika und Kurt Bausch findet in Rötenbach für die 10- bis 15-jährigen Schülerinnen und Schüler das erste Sommerzeltlager statt. Diese Sommerzeltlager sollen in Zukunft beim Turnerbund zu einer festen Einrichtung werden, ebenso die Skifreizeiten in Gurtis für die Jugend.

1977 Landesturnfest in Heidenheim. 45 aktive Teilnehmer vom TB mit teilweise hervorragenden Platzierungen nahmen teil. LA-4-Kampf Turner VIII 5.Platz für Fritz Frey, LA-4-Kampf A-Jugend 8.Platz für Rina Täubert. August: Auf der Wanne holt sich Fritz Frey im LA-3-Kampf den 2. Platz.

1978 Bei den gauoffenen Wettkämpfen im Geräteturnen wird die weibliche B- und C-Jugend-Mannschaft jeweils Erste. Am 10. und 11. Juni finden die württembergischen Kunstturnmeisterschaften der Frauen in der Hohensteinhalle statt. Beim deutschen Turnfest vom 30.7. bis 5.8. in Hannover beteiligt sich der TB mit einer großen Mannschaft. Im Herbst Gründung der Skigymnastik durch Hans Wimmer und Erich Hofmann. Die Gemeinde erstellt einen Allwettersportplatz hinter der Hohensteinhalle. Erstes Gauturnfest in Gingen nach dem Weltkrieg Hans Allmendinger bringt den Mut auf, zum ersten Mal nach dem Krieg ein Gauturnfest in einer kleinen Gemeinde durchzuführen. 700 Einzelwettkämpfer und 42 Volleyball- und Faustballmannschaften waren am Start. Ein Jugendzeltlager und eine Disco für die Turnerjugend mit rund 300 Besuchern werden daneben durchgeführt. Hervorragend die Vorbereitung und die Durchführung des Festes durch den Turnerbund. Selbst die Presse spendet dem Turnerbund großes Lob: "Das war ein Gauturnfest nach Wunsch - Es hat die besten Aussichten, einen besonderen Platz in den Annalen des Turngaues einzunehmen." Turngauvorsitzender Robert Klaus: "Dieses Gauturnfest war eines der schönsten und frohesten, das man je im Turngau erlebte."

1979 Hans-Dieter Traub wird neuer Vorstand des Turnerbundes und Hans Allmendinger wird Oberturnwart. Im Mai Landesalterstreffen beim TVA. Drei erste Plätze für den Turnerbund durch Kurt Bausch, Gertrud Hofmann und Paulina Groeneveld. Am 17. Juni Vereinsmeisterschaften mit 133 Teilnehmern. Beim Gauturnfest in Altenstadt am 15. Juli tritt der Turnerbund mit 48 Wettkämpfern an und war noch nie so erfolgreich wie diesmal. Vier erste, fünf zweite und sechs dritte Plätze sind die Ausbeute.

1980 In der Hauptversammlung am 30. Mai sagte Hans-Dieter Traub, dass sich beim Punkt "Vereinsheim" nach langen, zum Teil heftigen Debatten in den Turnratsitzungen, endlich eine vermutbar gangbare Lösung abzeichnet. Es hänge im Moment an der Genehmigung der Pläne durch den WLSB und die Bewilligung des Zuschusses an den Verein. Man rechnet mit Kosten von rund 80000 DM und mit der tatkräftigen Mithilfe der Mitglieder. Sommerzeltlager mit dem TVA in Rötenbach. Der Turnerbund hat nunmehr über 500 Mitglieder.


Die Handballabteilung feiert ihr 50-jähriges Jubiläum

Im Mai veranstaltet sie ein großes internationales Kleinfeldturnier. Im Juli findet ein gelungener Festabend statt und im Auftrag des württ.Handballverbandes wird das Seniorentreffen des WHV in Gingen durchgeführt. Ehrenvorstand Engelbert Veit erhält das Bundesverdienstkreuz. Im November wird Engelbert Veit für seine Verdienste um seinen Berufsstand und seinen vorbildlichen Einsatz für den Sport und die Allgemeinheit durch Innenminister Roman Herzog, dem heutigen Bundespräsidenten, das Bundesverdienstkreuz verliehen.

1981 In der Hauptversammlung am 8. Mai legt Kurt Bausch nach 23 Jahren sein Amt als Kassier nieder. Den Wirtschaftsführer macht er noch weiter. Die Hauptversammlung beschließt, dass künftig nur noch Mitglieder mit außerordentlichen Verdiensten für den Verein Ehrenmitglieder werden können.

1981 Umbau, Anbau und Renovierung des Vereinsheims. Nach langwierigen Vorbereitungsarbeiten, die hauptsächlich von Vorstand Traub vorangetrieben wurden, hatte man endlich "grünes Licht" für das von Ortsbaumeister Karl Dürler geplante Bauvorhaben. Am 16. Mai war erster freiwilliger Arbeitsdienst. Die Leitung am Bau lag in den fachkundigen Händen von Hans Banzhaf. Begründung der vorgesehenen Arbeiten: Dringende Renovierungsarbeiten, Schaffung weiterer Umkleide- und Duschräume, Raum für die Schiedsrichter, Verbesserung der sanitären Einrichtungen, der Küche und Theke und der gesamten Heizungsanlage. Im Juli Gauturnfest in Ottenbach. Zwei erste Plätze für den TB (Gertrud Hofmann und Iris Zwicker) 20. September Landesbestenwettkämpfe in der Hohensteinhalle der Jugend. Im gemischten 4-Kampf der B-Jugend wurde unsere Mädchenmannschaft Erster. Die "AH" der Handballer wurde hinter der TS Esslingen württ.Vizemeister.

1982 In der Hauptversammlung am 26. März wurde einer neuen Vereinssatzung zugestimmt, die vor allem der Gemeinnützigkeit des Vereins erforderlich war. Die Arbeiten am Vereinsheim machen Fortschritte, wobei vor allem der enorme Einsatz von Hans Banzhaf hervorzuheben ist. Über 1200 freiwillige Arbeitsstunden, in der Hauptsache von der Fußballabteilung, wurden bereits am Rohbau geleistet. 70 Kinder des TB beim Sommerzeltlager in Rötenbach unter Regie von Hans-Dieter Traub. August: Beim Landesalterstreffen in Altenstadt erringt Erich Hofmann im LA-4-Kampf den 5. Platz. Bei der Jahresfeier wird Kurt Bausch für seine langjährige Tätigkeit als Kassier und Wirtschaftsführer (23 Jahre) zum Ehrenmitglied mit Sitz und Stimme im Turnrat ernannt.

1983 Beim Vereinsheim entscheidet man sich für Gasheizung. Durch verschiedene Änderungen rechnet man nunmehr mit Kosten in Höhe von ca. 120 000 DM. Ein Bankkredit muss aufgenommen werden. Durch verstärkte Aktivitäten mit Veranstaltungen will man die Deckungslücke in der Kasse etwas verringern. 29. Mai Landesalterstreffen in Altenstadt. Gute Beteiligung. Zwei erste Plätze durch Gertrud Hofmann und Fritz Frey, Erich Hofmann 4. und Werner Kröner 5. Platz. 26.6. - 3.7. Deutsches Turnfest in Frankfurt, 20 Teilnehmer vom Turnerbund. Bei der B-Jugend wird Ulrike Jarosch unter 3488 Teilnehmern 82! Auch die übrigen Teilnehmer erreichten gute Plätze. Am 10. Juli Gauoffene Wettkämpfe in Faurndau - 5 erste Plätze für den Turnerbund. Im September Schwabenbergfest auf dem Geiselstein. Gute Plätze für unsere Teilnehmer, Paulina Groeneveld schafft einen 1. Platz. Am 25. April wird für langjährige Verdienste im Ehrenamt an Erika Bausch, Gertrud Hofmann, Kurt Bausch, Hans Banzhaf, Helmut Stein und Hans Wimmer durch BM Nagel die Landesehrennadel verliehen. Im November werden beim Vereinsheimumbau bereits über 4000 freiwillige Arbeitsstunden geleistet.

1984 Riesenfortschritt beim Vereinsheimbau. Hans Banzhaf und Engelbert Veit sind die treibenden Kräfte. 27. - 30.6. Landesturnfest in Ulm - 57 Teilnehmer vom Turnerbund. Beim Wahlwettkampf der A-Jugend wird Ulrike Jarosch unter 537 Teilnehmerinnen Zweite und bei der B-Jugend Annette Bühler Neunte unter 1010 Teilnehmerinnen. Im November bildet die Jahresfeier und im Dezember die Kinderweihnachtsfeier schon seit Jahren immer einen Höhepunkt im Vereinsleben. Besonders die jugendlichen Turnerinnen an den Geräten und mit Tänzen, die Ballettgruppe und das Frauenturnen begeistern immer wieder das Publikum und Günther Ihring mit seinem Ensemble sorgt immer wieder dafür, dass die Lachmuskeln kräftig in Bewegung kommen. Ehrungen langjähriger Mitglieder runden das Ganze ab. Sehr aktiv seit langen Jahren ist die Handball- und Fußballabteilung. Fußball spielen 8 Mannschaften, davon 5 Jugendmannschaften und bei den Handballern 3 aktive und eine Seniorenmannschaft, eine Frauenmannschaft und 4 männliche und 2 weibliche Jugendmannschaften.

1985 Die Kosten beim Vereinsheim sind inzwischen auf rund 190 000 DM gestiegen. Man rechnet damit, dass die Arbeiten bis Mai beendet sind und dass die Einweihung im Juli vorgenommen werden kann.

 

Einweihung des Vereinsheims

Nach rund vierjähriger Bauzeit konnte am 22. Juni das Vereinsheim mit einer Feier eingeweiht werden. Vorstand Traub konnte dabei BM Nagel, einige Gemeinderäte, Vertreter der Baufirmen und die Mitglieder, die am Bau mitgeholfen haben, begrüßen. Mit Stolz, sagte er, könne man auf das gelungene Werk blicken. Über 8000 freiwillige Arbeitsstunden wurden von den Mitgliedern geleistet, was einem Wert von mindestens 80 000 DM entspreche. Rund je ein Viertel dieser Stunden leistete Ehrenvorstand Engelbert Veit und Hans Banzhaf. BM Nagel gratulierte dem Turnerbund zu dieser enormen Leistung, was beweise, dass Idealismus in der Gemeinschaft nicht verloren ist. Tags darauf wurden dann noch die Vereinsmeisterschaften mit rund 100 Teilnehmern durchgeführt. Am 7. Juli fand in Gingen das Gaukindertreffen des Bezirkes IV des Turngaues mit rund 1000 Teilnehmern statt, davon allein 100 vom Turnerbund. Die AH der Handballer wird württ. Vizemeister. Am 5. Oktober wird beim 25-jährigen Jubiläum der Hohensteinhalle an Kurt Bausch, Hans Banzhaf, Helmut Stein und Hans Wimmer die silberne und an Erika Bausch und Gertrud Hofmann die bronzene Gemeindeehrenplakette verliehen. Mitgliederstand am Jahresende 757, davon 200 Kinder.

1986 In der Hauptversammlung wird darauf hingewiesen, dass beim Vereinsheimbau trotz enorm gestiegener Kosten der Schuldenstand in erträglichem Rahmen blieb. Dies war nur möglich, weil in den letzten Jahren eine Menge Veranstaltungen durchgeführt wurden, was sich sehr positiv auf die Kasse auswirkte. Ohne die tatkräftige Mithilfe der Mitglieder wäre dies nicht möglich gewesen. Von der Handball- und Fußballabteilung wird darauf hingewiesen, dass praktisch an jedem Wochenende bei Spielen der Mannschaften rund 300 Leute auf Achse sind. Hans-Dieter Traub will als Vorstand nicht mehr weitermachen. Ein Nachfolger wird nicht gefunden. Er macht vorläufig kommissarisch weiter. 60 Teilnehmer vom TB beim Landesturnfest im Juni in Friedrichshafen. Die Handballer schaffen den Aufstieg in die Verbandsliga. Marlies Wiedemann wird Gaujugendwartin im Turngau. Auf der Wanne wird Werner Kröner im LA-4-Kampf Erster. Für die Mädchen der C-, D- und E-Jugend des Geräteturnens wird unter der Leitung von Ina Bausch in Erpfingen erstmals ein Trainingslager durchgeführt.

1987 Deutsches Turnfest in Berlin. 55 Turnerbündler waren dabei. Im Oktober wird beim Vereinsheim eine Turnfesteiche gepflanzt. Am 20. November wird in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung Gerhard Fetzer zum neuen 1. Vorstand gewählt. Der Turnerbund hat nunmehr über 900 Mitglieder, davon rund 260 Kinder und Jugendliche.

1988 Verstärkt müssen Veranstaltungen durchgeführt werden, damit Schulden vom Vereinsheim bezahlt werden können. Der Oberturnwart will sich verstärkt um den Wiederaufbau der Leichtathletik beim Turnerbund bemühen. Am 12. Juni Gaukindertreffen in Gingen mit 1200 Kindern aus 19 Vereinen. Mitgliederstand nunmehr 951.

1989 In der Hauptversammlung sagt Kassierer Werner Wiedemann, dass die finanzielle Durststrecke der letzten Jahre langsam überwunden sei. Zinsen und Schuldenabbau belasten jedoch immer noch kräftig die Vereinskasse. Er schlägt eine Beitragserhöhung vor, der die Hauptversammlung zustimmt. Der Oberturnwart weist darauf hin, dass allein im turnerischen Bereich 24 Übungsleiter(innen) die 18 Gruppen betreuen. Im November wird Werner Wiedemann zum Kassenwart im Turngau gewählt und Hans Bantleon wird Vertreter der Vereinsoberturnwarte im Turngau.

 

1990

120 Jahre Turnerbund; 80 Jahre Frauenturnen; 60 Jahre Handball; über 40 Jahre Fußball

Die weibliche C-Jugend wurde Kreismeister im Handball. Die Handball-Frauenmannschaft schafft den Aufstieg in die Bezirksklasse. Im Juni Vereinsmeisterschaften mit 125 Teilnehmern. 80 Jahre Frauenturnen - Man kann sich heute Veranstaltungen des Vereins ohne die Frauenabteilung nicht mehr vorstellen. Eine unter der Leitung von Erika Bausch und Gertrud Hofmann sehr aktive Abteilung. Sie pflegen auch sehr das Gesellschaftliche. 27.5. - 3.6. Deutsches Turnfest in Dortmund/Bochum. Marion Donabauer wird im Wahl-4-Kampf Zweite unter einigen Tausend Teilnehmerinnen. Sie gehörte zusammen mit Kerstin Hofmann zur Schauturngruppe des Turngaues. 13. - 15. Juli - Zum zweitenmal nach dem 2. Weltkrieg Gauturnfest und Gaubestenwettkämpfe der Schüler in Gingen mit über 900 Teilnehmern. Viel Lob für den Turnerbund - optimale Organisation und reibungsloser Ablauf der Wettkämpfe. Feststellung: Der Turnerbund ist ein Verein alter Prägung. Die turnerische Tradition ist noch vorhanden.

Auszeichnung durch den STB: Bronzene Ehrennadel für Hans Bantleon, Erich Hofmann und Hans Wimmer. Silberne Ehrennadel für Gudrun Schnarrenberger, Hans Allmendinger und Ulrich Veit und die goldene Ehrennadel für Gertrud Hofmann, Kurt Bausch, Helmut Stein und Engelbert Veit. Bei der Jahresfeier am 17. November erhält Hans-Dieter Traub die silberne und Erika Bausch die goldene Ehrennadel des STB. Vom Handballverband erhalten die silberne Ehrennadel des HVW: Max Kröner, Gerd Frey, Werner Frey, Klaus Glocker, Ludwig Mayer und Reinhardt Stein.

1991

Wegen der Golfkrise müssen die geplanten zwei Faschingstänze ausfallen, wodurch dem Turnerbund wichtige Einnahmen für die Schuldentilgung entgehen. In der Hauptversammlung sagt Oberturnwart Hans Bantleon, dass man in seinem Bereich von den Mukis bis hin zu den Omas sportliche Betätigung anbiete. Am 26. Sept. wird Emma Koch 80. Sie war im Turnerbund eines der aktivsten Mitglieder. Schon in jungen Jahren war sie "Gingens Sportlerin Nr. 1". Jahrzehnte prägte sie das Frauenturnen im Verein, bis sie 1976 das "Zepter" in jüngere Hände übergab.  Gründung einer Volleyballabteilung. Es wird mit gemischten Mannschaften gespielt. "Die Tanzschmiede" von Elke Fetzer-Schmid entwickelt sich zu einem "Renner" im Mädchen- und Frauenturnen.

1992

In der Hauptversammlung am 19. März wird Kurt Bausch neuer Vorsitzender des Vereins. Die Fußballer berichten, dass rund 80 Schüler und Jugendliche in der Abteilung Fußball spielen. Im April führt man die Frühjahrswanderung des Turngaues mit über 90 Teilnehmern in Gingen durch mit anschließendem Hock im Vereinsheim. Am 21. November wird bei der Jahresfeier Hans Banzhaf zum Ehrenmitglied ernannt, nachdem er Jahrzehnte Wirtschaftsführer der Fußballer und Beisitzer im Turnrat sowie seit einigen Jahren Wirtschaftsführer des Gesamtvereins ist und beim Vereinsheimumbau vorbildlichen Einsatz zeigte. Der Turnerbund hat nun über 1000 Mitglieder, davon über 360 Kinder und Jugendliche.

 

Große Erfolge von Gingens größtem Turntalent Kerstin Hofmann

1982 Württ. Landesbestenkämpfe 1. Platz im Pflicht-4-Kampf M 5

1985 Württ. Schülermeisterin im Bodenturnen, Zweite im 8-Kampf und Dritte am Pferdsprung und Schwebebalken.

1986 Württ. Schülermeisterin im Bodenturnen.

1987 Die nunmehr 14 Jahre alte Kerstin wird in der Juniorenklasse M 9 dreifache württ. Meisterin im Achtkampf, am Schwebebalken und am Boden.

1989 Württ. Meisterschaften in Ulm - Comeback nach Verletzungen - gehörte inzwischen dem C-Kader des DTB an - in der Leistungsstufe M9 wird sie württ. Jugendmeisterin am Schwebebalken, Zweite im Achtkampf und Dritte am Stufenbarren und Pferdsprung. Bei den süddeutschen Meisterschaften erreichte sie im 8-Kampf den 11. Platz und bei den deutschen Meisterschaften den 14. Rang.

1990 Kerstin wird württ. Meisterin in der Leistungsklasse M 10 beim Bodenturnen und Zweite am Schwebebalken.

1991 Erstmals startet sie im Deutschen 6-Kampf, der sich aus drei Geräteübungen und drei leichtathletischen Disziplinen zusammensetzt. Dabei wurde sie im Juli württ. Jugendmeisterin und im September in Schweinfurt Deutsche Jugendmeisterin womit sie ihren seitherigen hervorragenden Leistungen die Krone aufsetzte. Schade, dass sie nunmehr der Schule und dem Studium den Vorrang geben muss, was verständlicherweise erste Priorität genießt. Dreimaliges Training in der Woche am Gaustützpunkt Eislingen und im Leistungszentrum in Ruit ist dann nicht mehr möglich. Nicht vergessen darf man dabei, dass ein derartiger Einsatz nur durch die tatkräftige Mithilfe und Unterstützung der Eltern und hier vor allem ihrer Mutter Gertrud, selbst hervorragende Übungsleiterin, kaum möglich wäre.

1993 In der Hauptversammlung am 23. April stellt Hans Wimmer fest, dass beim Turnerbund mindestens 50 ehrenamtliche Übungsleiter und Betreuer laufend im Einsatz sind, weshalb man zu Recht von einer "Bürgerinitiative Sport" sprechen könne. Am 2. Mai findet die Einweihung des nunmehr hervorragend ausgebauten Schulsportplatzes mit den neuzeitlichen Sportanlagen mit einem attraktiven Programm statt. Auch die gesamten Sportanlagen erhielten eine neue Einzäunung durch die Gemeinde. Hierfür muss man der Gemeinde mit BM Schober und dem Gemeinderat herzlichen Dank für die großzügige Förderung des Sports sagen. Am 13. Juni richtet der Turnerbund ein weiteres Gaukindertreffen mit rund 750 Teilnehmern aus. Beim Landesturnfest in Ludwigsburg im Juni schafft im Wahl-4-Kampf der Frauen Marion Donabauer den ersten Platz. 1994 In der Hauptversammlung im April sagt Kassierer Werner Wiedemann, dass endlich ein Silberstreif am Horizont zu sehen sei. Die Darlehen konnten wesentlich reduziert werden. Der Turnerbund hat nunmehr 1140 Mitglieder.

 

1995 Der Turnerbund wird nunmehr 125 Jahre alt

Am 19. Februar wird Schorsch Messerer 85 Jahre alt. Er ist eines der profiliertesten und verdienstvollsten Mitglieder des Turnerbundes und nun das Dienstälteste Mitglied des Vereins. Als Gründer der Ringer- und der Akrobatenabteilung und durch sein Wirken in diesen Abteilungen schuf er sich selbst ein bleibendes Denkmal im Turnerbund.

Und am 6. März feiert Ehrenvorstand Engelbert Veit seinen 80. Geburtstag. Seine Verdienste um den Turnerbund sind schon Legende und noch immer ist er eine der "gute Seelen" im Verein und ist durch sein Einfühlungsvermögen eines der wichtigsten Bindeglieder im Turnerbund. In der Hauptversammlung am 17. März weist Vorstand Kurt Bausch darauf hin, dass man das Jubiläumsjahr mit einer ganzen Reihe von Veranstaltungen feiern wird.

Bei dieser Gelegenheit machte Kassierer Werner Wiedemann mit seiner Mitteilung, dass die Schulden vom Vereinsheim getilgt sind, den Mitgliedern sicher die größte Freude zum Jubiläumsjahr. Inzwischen hat der Turnerbund über 1150 Mitglieder.

 

Optimistischer Blick in die Zukunft

Im Jubiläumsjahr blicken die Verantwortlichen recht optimistisch in die Zukunft. Sie hoffen und wünschen, dass auch künftig immer genügend Idealisten beim Turnerbund sind, die das Geschaffene erhalten und immer weiter ausbauen, so dass man beim nächsten Jubiläum immer noch feststellen kann, dass Sport im Verein eben doch am schönsten ist.

Bei den meisten gilt sicher auch heute noch der Wahlspruch von Turnvater Jahn:

"Ich meinte ich wäre zu gebrauchen und weil ich das glaubte, so hielt ich es für meine Pflicht und Schuldigkeit, meine willigen Dienste zu bieten."